07. September 2011
Neues vom Papst!
Anlässlich des Weltjugendtages in Madrid am 20.08.11 hat der Papst sich zu einer entscheidenden Frage der Christenheit zu Wort gemeldet und eine ultimative Antwort in die Welt gesetzt.
Der Glaube ist keine Privatsache!
So schallt es durch die Sphären und erteilt den Privatchristen eine schallende Ohrfeige.
Diese Abtrünnigen, die still und heimlich ihre Nächsten lieben, wie sich selbst. Die völlig verborgen, geradezu heimlich, an Gott glauben oder die Finger von ihres nächsten Weib lassen. Die Ketzer, die ohne Kontakt zur Kirche Gutes tun und die Wahrheit sagen.
Wenn sie das Ganze nicht unter der Oberherrschaft der Kirche und des Papstes tun, kommen sie trotzdem in die Hölle! Das ist quasi wie Liebe ohne Genehmigung.
Also an alle Privatchristen: kehret um und bereuet. Erst mal den „Heiligen Stuhl“ fragen, bevor ihr Gutes tut und Liebe verbreitet. Es kann nicht jeder so ganz individuell sein Religionssüppchen kochen und dann noch in den Himmel kommen wollen. Nur die Kirche hat die „Lizenz zum Glauben“ und nicht jeder dahergelaufene Christ, der meint, er könne am „Papa“ vorbei mit Gott kungeln. Als echter Bayer weiss er ganz genau, wo es langgeht, mit der Erlösung. Da kann auch der liebe Gott nicht dran vorbei und Privatverträge ohne die Kirche machen.
Auch hier gilt der Grundsatz: „Net so privat, Kamerad“, sonst gibts was auf die Leviten.
Manche nehmen es mit der „Nachfolge Christi“ etwas zu wörtlich, denn der hat sich ja nicht an die Regeln gehalten und ganz jesusmäßigen Aufstand gemacht. Damals gab es eben nicht den unfehlbaren Papst, an dem Jesus sich hätte orientieren können.
Da haben wir es heute schon besser, wir müssen nur dem Ratzinger glauben, der ist schließlich Bayer und Papst und deshalb doppelt unfehlbar.
Dass während der Rede ein Unwetter getobt hat und ein Lichtmast umgefallen ist hat laut dem Assistenten des Papstes (auch liebevoll der „heilige Schemel“ genannt“) nichts mit dem Inhalt zu tun und soll auf eine islamistische Verschwörung zurückzuführen sein.
08.August 2010
Jetzt ist es klar: Wir wollen nicht länger Papst sein!
Was wie ein Sommermärchen begann, von der Bildzeitung enthusiastisch bejubelt, endet in einer Schande. „Wir sind Papst“, lautete die Schlagzeile und um ein Haar wären wir auch noch Weltmeister gewesen. Damals fanden wir es toll, nach all den Jahrhunderten der Durchbruch - endlich waren wir „der heilige Stuhl“. Der tief empfundene Stolz erfasste die Nation und plötzlich fühlten wir uns durchdrungen von dem Gefühl einer gemeinsamen, tief empfundenen Durchstuhlung. Ein spiritueller Höhenflug mit unserem Ratzinger, diesem bayerischen Säulenheiligen, der, wie Franz Beckenbauer im Fussball, nun zu den Allstars der katholischen Kirche gehörte.
Das liebevolle „Papa“ meiner kleinen Tochter bekam einen völlig anderen Klang. Irgendwie fühlte ich mich bedeutender, wichtiger. Vor dem Spiegel übte ich, natürlich heimlich, das „Urbi et orbi“ und kramte meine alten Lateinbücher hervor, mit dem untrüglichen Gefühl der Verantwortung für den ganzen Erdenkreis und außerdem muss man ja schließlich mitreden können. Mein Gang wurde irgendwie gemessener und meine Sprache huldvoller, was auch meiner Umgebung unangenehm auffiel.
Auch trug ich mit dem Gedanken zum äußersten zu gehen und wieder Kirchensteuer zu zahlen, da kam der Absturz.
So schwindelerregend der Aufstieg, umso beschämender der Fall. Die Enthüllungen der Übergriffe von Priestern auf Schutzbefohlene hat die gesamte Kirche tief erschüttert.
In der Politik müsste der Kanzler abtreten, wenn unter seiner Herrschaft etwas derartiges stattgefunden hätte, auch wenn es schon länger zurück liegt. Nun kann der Papst nicht zurücktreten sondern nur weiter in den Himmel aufsteigen, was auch eine Möglichkeit wäre.
Bis zur biologischen Lösung, weil Päpste ja eher zur Mumifizierung neigen als zu sterben, könnten allerdings schon einige Veränderungen durchgeführt werden.
So sollte der „heilige Stuhl“ in „seligen Hocker“ umbenannt werden. Das wäre ein Zeichen der Demut und der Papst würde zumindest ein Zeichen setzen.
Auch sollte der Segen „Urbi et Orbi“ (der Stadt und dem Erdkreis) auf „urbi“ reduziert werden. Schließlich ist nicht zu erwarten, dass die spirituelle Kraft des inzwischen schon hochbetagten Benedikt nach diesem Skandal noch für die ganze Erde reicht. Für Rom mag der Segen ja noch angehen, aber spätestens bei der Alpenüberquerung würde er abstürzen.
Als Dienstwagen sollte es auch ein Dacia tun, der ja angeblich bei Statusproblemen statt einer Therapie eingesetzt werden kann. Das klappt mit einem Daimler nie!